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Wie du eine Kinderyoga-Stunde strukturierst – der ultimative Leitfaden

  • Autorenbild: Sabine Koenig
    Sabine Koenig
  • 2. Okt. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Okt. 2025


Inhaltsverzeichnis



Warum Struktur in einer Kinderyoga-Stunde so wichtig ist



Kinder sind neugierig, voller Energie – und manchmal schnell abgelenkt. Gerade deshalb bietet ihnen eine klare Struktur in der Yogastunde die nötige Sicherheit und den Rahmen, um sich fallen zu lassen. Sie wissen, was als Nächstes kommt, und können dadurch Konzentration sowie Kreativität voll entfalten.

Kinderyoga ist kein starres Konzept, sondern eine bunte Mischung aus Bewegung, Spiel und Entspannung. Mit dem richtigen Kursaufbau gelingt es dir, die Kinder auf eine spannende Reise mitzunehmen – von der Begrüßung bis zur Abschlussentspannung.


Das Versprechen: In diesem Leitfaden erfährst du, wie du eine Kinderyoga-Stunde in 5 klaren Phasen strukturierst – inklusive Zeitangaben, praktischen Beispielen und wertvollen Tipps für deine Rolle als Kinderyogalehrerin.


Kinderyoga: Kinder liegen entsptannt am Boden
Wenn Kinder viel Bewegung haben, können sie auch in die Ruhe kommen

Die 5 Phasen einer Kinderyoga-Stunde


1. Ankommen & Begrüßung (ca. 5 Minuten)


Diese Phase dient dazu, die Aufmerksamkeit zu sammeln und die Kinder sanft in den „Yogaraum“ zu holen.

  • Runde zum Ankommen: Jedes Kind sagt, wie es ihm geht (z. B. mit einem Redestab).

  • Atemübung: Eine kurze, spielerische Atemübung (z. B. Blumenriechen) zur Fokussierung.

💡 Tipp: Ein Zaubergegenstand wie eine Klangschale oder ein bunter Ball signalisiert den Kindern klar: Jetzt beginnt die Yogastunde.


2. Aufwärmen & Bewegungsspiele (ca. 10 Minuten)


Lockerung und Energie freisetzen! Bereite den Körper spielerisch auf die Asanas vor.

  • Spielerische Übungen: Laufspiele, Bewegungslieder (z. B. von Mai Cocopelli) oder leichtes Hüpfen.

  • Rollenwechsel: Nutze Geschichten, in denen die Kinder in Tierrollen schlüpfen (z. B. ein leichtfüßiger Schmetterling). Das erhöht Motivation und Konzentration.


3. Asanas – Yoga-Übungen im Hauptteil (ca. 15–20 Minuten)


Dies ist der Kern der Kinderyoga-Stunde, in dem du die Yoga-Übungen (Asanas) an das Alter und dein Thema anpasst.

  • Kernübungen: Kombiniere Balance- (z. B. Baum), Kraft- (Löwe) und Dehnübungen (Kobra).

  • Abenteuer: Verwebe die Übungen zu einer fortlaufenden Geschichte (z. B. eine „Reise in den Dschungel“).

  • Partizipation: Binde die Kinder aktiv ein! Lass sie eigene Phantasietiere darstellen – das fördert Kreativität und Gemeinschaftsgefühl.

💡 Tipp: Wähle weniger Asanas (4–5) und wiederhole diese, anstatt einen übervollen Plan zu haben. Qualität vor Quantität!


4. Achtsamkeit & Entspannung (ca. 5–10 Minuten)


Hier beginnt die Ruhephase, die für viele Kinder besonders wichtig ist.

  • Ruhe-Elemente: Geführte Fantasiereisen, einfache Atemübungen oder kurze Massagen.

  • Beispiel: Die Sternenentspannung – die Kinder liegen still auf der Matte, Arme und Beine wie ein Stern ablegen und lauschen einer Geschichte oder leiser Musik.

💡 Tipp: Klangschalen oder eine entspannende Melodie schaffen eine besondere, geborgene Atmosphäre.


5. Abschluss & Verabschiedung (ca. 5 Minuten)


Der Ausklang der Kinderyogastunde dient dazu, die Stunde sanft abzuschließen und die Kinder wieder in ihren Alltag zu entlassen.

  • Gemeinsamer Kreis: Kurzes Feedback-Gespräch: „Welche Übung hat dir heute gefallen?“

  • Ritual: Ein festes Verabschiedungsritual (z. B. der Namaste-Gruß oder ein Handzeichen).

💡 Tipp: Kleine Routinen am Ende bleiben Kindern lange im Gedächtnis und festigen das Gefühl von Sicherheit.


Der kleine Yogi und alle Chakrenfiguren
der kleine Yogi reist nach OM - eine beliebte Geschichte für das Kinderyoga

Dauer und Altersanpassung einer Kinderyogastunde


  • Die ideale Dauer einer Yogastunde hängt stark von der Altersgruppe ab. Wichtig ist: Lieber kürzer und mit Freude, als zu lang und überfordernd!

Altersgruppe

Empfohlene Dauer

Fokus im Stundenaufbau

Kita (3–5 Jahre)

ca. 20–30 Minuten

Viel Spiel, Bewegung und kurze Sequenzen.

Grundschule (6–9 Jahre)

bis ca. 50 Minuten

Erste Routinen, komplexere Geschichten.

Ab 10 Jahren

45–60 Minuten

Mehr Fokus auf Entspannung, Techniken und Achtsamkeit.



Die Flexibilität der Kinderyoga-Stunde


Dein Stundenplan ist dein roter Faden, aber kein starres Gesetz!

Obwohl ein festes Anfangsritual Sicherheit gibt, richtet sich der weitere Ablauf immer nach den Bedürfnissen der Kinder. Wenn sie nach dem Aufwärmen müde sind, ziehe die Entspannungsgeschichte vor. Du hast das Konzept – aber die Kinder bestimmen, was in der Stunde wirklich passiert.

Zusätzliche kreative Elemente, wie Mandala malen oder ein Yogamaxerl basteln, sind beliebte Ergänzungen für den Abschluss oder als Überleitung. Hier kannst du dir die Vorlage für ein Yogamaxerl holen:



Fazit: Dein stressfreier Kursaufbau


Eine gut strukturierte Kinderyoga-Stunde ist wie eine kleine, sichere Reise:


  1. Sie beginnt mit einem freundlichen Ankommen und der Konzentration.

  2. Führt durch Bewegung, Spiel und Abenteuer (Asanas).

  3. Endet in Ruhe und Geborgenheit (Entspannung).


Indem du diesen klaren Aufbau nutzt, kannst du deine Stunden stressfrei und kindgerecht gestalten, ohne die notwendige Flexibilität zu verlieren.


Möchtest du nicht wissen, was du benötigst, um eine Kinderyogastunde zu starten?

👉 Dann lade dir hier meine kostenlose Kinderyoga starten: 10 Dinge für deine erste Yogastunde herunter – und entdecke, wie du Schritt für Schritt deine Rolle als Kinderyogalehrerin aufbauen kannst.


Sabine König

Kinderyoga, Yoga, Achtsamkeits- und Glückstrainerin, Klangenergetikerin und Trainerin der bunten Intelligenz

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