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Das Glücksglas: Wie 1 kleines Ritual dein Glück im Alltag verankern kann

  • Autorenbild: Sabine Koenig
    Sabine Koenig
  • 6. März 2021
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Jan.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Rituale für unser Nervensystem wichtig sind

  2. Was das Glücksglas wirklich bewirkt

  3. So gestaltest du dein persönliches Glücksglas

  4. Warum Schreiben Glück vertieft

  5. Wie Gemeinschaft Glück verstärkt

  6. Zusammenfassung und Einladung


1. Warum Rituale für unser Nervensystem wichtig sind

Durch Rituale wird dem Nervensystem eine Orientierung und Sicherheit vermittelt. Rituale werden durch ihre Wiederholungen zu einem fixen Bestandteil im Ablauf des Tages/der Woche oder des Monats. Dies schafft für unser Gehirn emotionale Stabilität. Genau deshalb sind kleine Rituale so wirksam, wenn es darum geht, Glück im Alltag zu verankern.


2. Was das Glücksglas wirklich bewirkt

Das Glücksglas ist mehr als eine kreative Idee. Es ist ein bewusstes Ritual, das Aufmerksamkeit, Dankbarkeit und positive Erinnerung verbindet. Es geht um das bewusste erinnern an ein schönes Ereignis. Meistens bleiben die eher die negativen Ereignisse im Gedächtnis, weil unser Gehirn diese leichter abspeichern kann. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns an die Guten Dinge, die schönen Ereignisse bewusst erinnern. So steht Jeder Zettel im Glas steht für einen Moment, der wahrgenommen und gewürdigt wurde.

Damit wirkt das Glücksglas wie ein emotionaler Anker. Es macht sichtbar, was im Alltag sonst schnell übersehen wird.


Die sogenannte 3:1 Formel (Glücksformel, positivity ratio) aus der positiven Psychologie hat herausgefunden, dass es 3 positive Emotionen benötigt um 1 negative Emotion so zu beeinflussen, dass wir uns wohlfühlen.

Negative Emotionen sind genauso wichtig, aber wenn sie überwiegen fällt es uns schwer uns glücklich zu fühlen.


3. So gestaltest du dein persönliches Glücksglas – Schritt für Schritt

Für dein Glücksglas brauchst du:

  • ein Glas mit Deckel

  • kleine Zettel

  • einen Stift

  • optional Etiketten, Band oder Schnur

Wichtiger als das Aussehen ist die bewusste Nutzung. Das Glücksglas entfaltet seine Wirkung durch Regelmäßigkeit und Aufmerksamkeit.


Schritt 1: Lege einen festen Zeitpunkt fest

Entscheide dich für einen Moment am Tag oder in der Woche, an dem du dein Glücksglas nutzt. Das kann abends vor dem Schlafengehen sein, am Ende der Woche oder nach einem besonderen Moment. Ein fester Zeitpunkt hilft dem Nervensystem, das Ritual zu verankern.


Schritt 2: Halte einen konkreten Glücksmoment fest

Schreibe auf einen Zettel konkret, was dir gutgetan hat. Wichtig ist, dass es kein allgemeiner Satz ist, sondern eine konkrete Beobachtung, zum Beispiel:

  • ein Gespräch, das dich berührt hat

  • ein Moment der Ruhe

  • ein Gefühl von Verbundenheit

  • etwas, das dir gelungen ist

  • kleine Dinge, auf die du geachtet hast

Je konkreter der Moment, desto stärker ist die Wirkung.


Schritt 3: Schreibe kurz und klar

Ein bis zwei Sätze reichen völlig aus. Es geht nicht um schöne Formulierungen, sondern um die Erinnerung an diesen Moment. Dein Nervensystem reagiert auf Klarheit, nicht auf Perfektion.


Schritt 4: Lege den Zettel bewusst ins Glas

Nimm dir einen kurzen Moment, bevor du den Zettel ins Glas legst. Atme einmal ruhig ein und aus. Damit verknüpfst du den geschriebenen Moment mit einem körperlichen Signal von Ruhe und Präsenz.


Schritt 5: Lies regelmäßig alte Zettel

Öffne dein Glücksglas bewusst – zum Beispiel einmal im Monat oder an schwierigen Tagen. Das Lesen erinnert dein Nervensystem daran, dass positive Erfahrungen real und vorhanden sind, auch wenn der aktuelle Moment herausfordernd ist.


Schritt 6: Nutze das Glücksglas gemeinsam

Das Glücksglas kann auch gemeinsam genutzt werden – in der Familie, in Partnerschaften oder in Gruppen. Jeder schreibt seine eigenen Zettel. Gemeinsames Lesen stärkt Verbindung und gegenseitige Wertschätzung.



Das Glücksglas


4. Warum Schreiben Glück vertieft

Das Aufschreiben eines Glücksmoments verstärkt seine Wirkung. Schreiben verlangsamt die Wahrnehmung und bindet kognitive und emotionale Prozesse miteinander. Im Gehirn werden Areale aktiviert, die mir Gedächtnis und Lernen zusammenhängen. So wird der Moment tiefer verarbeitet und bewusster gespeichert. Dinge aufzuschreiben hilft somit, die positive Wirkung zu verstärken.


5. Wie Gemeinschaft Glück verstärkt

Wenn Glück geteilt wird, verstärkt sich seine Wirkung. Gemeinsame Glücksgläser in Familien, Teams oder Gruppen fördern Verbindung und gegenseitige Wertschätzung. Glück wird so von einer individuellen Erfahrung zu einer gemeinsamen Ressource.


Und warum nicht einmal ein Glücksglas gestalten, mit leeren Zetteln befüllen und zum Geburtstag, Jahrestag oder zur Hochzeit verschenken?


Glück: Gemeinschaft stärkt Glück. Gruppenübung

6. Zusammenfassung und Einladung

Das Glücksglas ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Ritual, um Dankbarkeit und Glück im Alltag zu verankern. Es stärkt dein Nervensystem, deine Wahrnehmung und deine Verbindung zu anderen.


Wenn du mehr davon in dein Leben integrieren möchtest, bietet mein Glückskurs den optimalen Rahmen dafür. Gemeinsam mit der Familie könnt ihr z. B. einen Glückskurs machen, um noch mehr Rituale im Alltag integrieren zu können.


Im nächsten Artikel geht es darum, wie Glück nicht nur gesammelt, sondern auch verschenkt werden kann.



Sabine König

Kinderyoga, Achtsamkeits- und Glücktrainerin, Trainerin der bunten Intelligenz, Klangenergetikerin


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