12 Wochen Kinderyoga Tipps - Freude und Lachen
- Sabine Koenig

- 17. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Woche 10 – Yoga macht Spaß!
Einleitung: Warum Freude der wahre Schlüssel zum Lernen ist
Kinder lernen am besten, wenn sie sich sicher, gesehen – und glücklich fühlen. Lachen und Leichtigkeit öffnen Herz und Geist, schaffen Verbindung und lassen Kinder das Leben mit Neugier entdecken.
Im Kinderyoga darf Freude ganz natürlich entstehen: durch Bewegung, Fantasie, Geschichten und das gemeinsame Erleben. Diese Woche dreht sich alles um Freude & Lachen – denn Yoga macht Spaß, wenn Kinder sich selbst entdecken dürfen, ohne richtig oder falsch.
Inhaltsverzeichnis
Kontext: Was Freude im Kinderyoga bedeutet
Freude ist ein innerer Zustand, der entsteht, wenn Kinder ganz im Moment sind. Im Kinderyoga geht es nicht darum, Kinder zum Lachen zu bringen – sondern Räume zu schaffen, in denen Freude entstehen darf: spontan, echt, ansteckend.
1. Freude als Lernmotor
Wenn Kinder Spaß haben, sind sie konzentriert, offen und kreativ. Freude aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn – Lernen passiert wie von selbst. Deshalb ist Yoga, das Freude macht, weit mehr als Bewegung: Es ist spielerisches Lernen für Körper, Geist und Herz.
Beispiele für freudvolle Yoga-Impulse:
Tier-Yoga: Bewegungen mit Geräuschen und Geschichten.
Musik-Yoga: Bewegungen im Rhythmus von Trommeln oder Liedern.
Natur-Yoga: Übungen draußen, barfuß, lachend.
2. Humor als Achtsamkeit
Lachen ist ein Ausdruck von Präsenz – man kann nicht wirklich lachen, wenn man im Kopf ist. Im Yoga dürfen Kinder albern sein, Geräusche machen, sich austoben und entspannen. So erfahren sie, dass Freude Achtsamkeit in Bewegung ist: „Ich bin jetzt hier. Und das fühlt sich gut an.“
Humor im Unterricht baut Spannungen ab, schafft Vertrauen und öffnet das Herz – für Kinder und Lehrende.
3. Pädagogische Perspektive: Spielerisch wachsen
Freude ist kein „Extra“, sondern Teil einer gesunden Entwicklung. Pädagogisch bedeutet das: Wir nehmen Leichtigkeit ernst. Wenn Kinder lachen, fühlen sie sich sicher – und Sicherheit ist die Basis für jedes Lernen.
Im Kinderyoga heißt das:
Kinder dürfen improvisieren.
Erwachsene dürfen mitmachen.
Niemand muss „funktionieren“ – Yoga ist Erlebnis, kein Wettbewerb.
So entsteht ein Raum, in dem Lernen Spaß macht und Verbundenheit wächst.

Hauptteil: Die Praxis – Die Sonne und der kleine Clown
Yogaübung: Der Sonnengruß (Surya Namaskar – kindgerecht)
Der Sonnengruß ist ein Klassiker – in einer spielerischen Variante lieben ihn auch Kinder. Er schenkt Energie, Freude und Bewegung.
So kannst du ihn kindgerecht anleiten:
Stehe gerade in der Berghaltung– die Sonne begrüßen: „Die Sonne geht auf“ während die Arme zum Himmel geführt werden
Hände zum Boden – „Die Sonne geht unter.“
Ein Bein zurück, dann das andere – „Ich strecke ein Bein.“
2. Bein zurück und ins "Brett" kommen - "auch das 2. ist schon munter"
Knie, Kinn und Brust zur Matte senken - "Ich wecke die Raupe"
In die Bauchlage kommen, Hände auf den Rücken, Oberkörper leicht heben - " die weckt die Schlange" ssssss machen
Popo in die Höhe, Hände und Füße ausgestreckt - "die weckt den Hund, das dauert nicht lange"
mit den Füßen zu den Händen wandern - " die Füße gehen wieder zurück!"
Atme tief, strecke dich, komme zurück ins Stehen – „Die Sonne geht auf. Was für ein Glück!“
Geschichte: Der kleine Clown und die Sonne
Ein kleiner Clown hatte seine rote Nase verloren und war traurig. Er suchte überall – unter dem Zirkuszelt, im Heu, sogar im Vogelkäfig. Da kam die Sonne und sagte:
„Schau in den Spiegel, kleiner Clown – dein Lächeln war schon immer deine rote Nase.“
Da lachte der Clown laut, und alle Tiere lachten mit. Er erkannte: Freude ist nichts, das man suchen muss – sie ist schon da, wenn man lächelt.
Diese Geschichte erinnert Kinder daran, dass Freude nicht von außen kommt, sondern von innen wächst – aus Dankbarkeit, Bewegung und Gemeinschaft.
Zusätzliche Inspiration: Spiele & Übungen für mehr Leichtigkeit
1. Der Lachkäfer Alle Kinder (oder Eltern-Kind-Paare) legen sich im Kreis oder nebeneinander auf den Rücken.
Jedes Kind legt den Kopf vorsichtig auf den Bauch des Kindes oder Erwachsenen daneben.
Wenn alle bequem liegen, beginnt das erste Kind und sagt laut und deutlich: „Ha!“
Das nächste Kind macht weiter, ebenfalls mit einem fröhlichen „Ha!“, und so geht es reihum.
Durch die Bewegung des Bauches beginnt der Kopf des nächsten Kindes zu wackeln – und das sieht so lustig aus, dass alle bald von Herzen lachen.

2. Das Tier-Yoga-Spiel Ein Kind ruft ein Tier, die anderen machen spontan die passende Haltung – Katze, Hund, Löwe, Vogel …Das sorgt für Bewegung, Improvisation und gemeinsames Lachen.
3. Sonnenstrahl-Massage Partnerübung zum Abschluss: Ein Kind „malt“ mit den Fingern Sonnenstrahlen auf den Rücken des anderen. Dann die Hände aneinander reiben, bis sie warm geworden sind und auf den Rücken des anderen legen.
Das entspannt, verbindet und schenkt Geborgenheit.
Zusammenfassung: Freude ist Yoga in Bewegung
Freude ist die Sprache des Herzens. Wenn Kinder beim Yoga lachen, singen, springen oder einfach glücklich sind, lernen sie, dass Bewegung Leichtigkeit schenkt.
Yoga macht Spaß – und Freude macht stark.
Diese Erfahrung bleibt – in Schule, Kindergarten und Leben.
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Sabine König
Kinderyoga, Yoga-, Glücks- und Achtsamkeitstrainerin, Trainerin der bunten Intelligenz und Klangenergetikerin




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